{Fashionweek Berlin 2016} Die Modenschauen

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Endlich, endlich, endlich kommt mein Bericht über die Berliner Modenschauen online! Während ich euch schon zwei meiner Outfits, eine Kolumne und einen Bericht über die Side Events präsentiert habe, hat dieser Post lange auf sich warten lassen. Denn in der letzten Woche forderte die Prüfungsphase ihren Tribut. Bis ich meine Klausur am Freitag abgab, war kein Platz in meinem Kopf für etwas anderes als Lernen. Die Studenten unter euch kennen das bestimmt. Doch jetzt kann ich mir endlich die Zeit für aufwändigere Posts nehmen, dieser hier macht den Anfang. Danach erwartet euch noch ein letztes Fashionweek Outfit und dann ist endlich wieder Normalzustand angesagt.

Dieses Jahr konnte ich zum ersten Mal die Modenschauen besuchen, was mich wahnsinnig gefreut hat. Schon als Kind habe ich davon geträumt, mal bei einer richtigen Modenschau Gast zu sein. Dieser Traum ist wahr geworden. Deswegen an dieser Stelle schon mal vielen Dank für die Einladungen der Presseagenturen, auch wenn ich leider nicht jede Einladung wahrnehmen konnte. Während ich in Berlin war, habe ich auch total fleißig gesnappt – wenn ihr mich also gerne mal bei coolen Events begleiten würdet, folgt mir auf Snapchat! Dort heiße ich „FeesBlog“.

Ich habe versucht, den Bericht hier relativ kurz zu halten und mich auf das Wichtigste zu beschränken – denn die Mode spricht ja im Idealfall für sich. Falls ihr trotzdem noch bestimmte Fragen habt oder neugierig seid, schreibt mir einfach einen Kommentar.

Die Modenschauen sind chronologisch in der Reihenfolge angeordnet, in der ich sie besucht habe.

Ganz am Ende verrate ich euch, welche Show mir am Besten gefallen hat und warum!

thomas hanisch modenschau 2016 sommer

Thomas Hanisch

Der Designer:

Thomas Hanisch ist erst 22 Jahre alt und erregte große Aufmerksamkeit, als Lady Gaga zu ihrem Geburtstag eines seiner Kleider trug. Sein gleichnamiges Label lässt sich der Kategorie „Avantgarde Couture“ zuordnen und ist für zukunftsweisende Materialien bekannt.

Die Kollektion:

Hanisch arbeitet in dieser Saison mit vielen Mustern, femininen Schnitten und Elementen aus Latex. Die Farbwahl erinnert an Feuer, auch die Models sind überwiegend mit rotem Lidschatten geschminkt. Besonders interessant fand ich, wie die Latex Kleidungsstücke mit eher braveren Schnitten korrespondierten.

Die Show:

Diese Modenschau war meine allererste, allein deswegen war sie sehr aufregend für mich. Die Musik war mitreißend und auch der starke Walk der Models hat mich sehr beeindruckt.

thomas hanisch modenschau 2016 sommer

Sportalm

Die Designerin:

Sportalm ist ein echtes Traditionslabel. Die Leitung der Firma liegt in den Händen der Familie Ehrlich und noch heute besitzt Sportalm in Kitzbühel eine firmeneigene Stickerei. Die Chef-Designerin Ulli Ehrlich verzaubert  unter Anderem mit zeitlosen Trachten und sportiver Alltagsmode.

Die Kollektion:

Die Entwürfe waren größtenteils sehr lässig und alltagstauglich. Neutrale Farben und klassische Muster dominierten die Kreationen. Besonders schön waren auch die Dirndl, die am Anfang der Show gezeigt wurden – die Models trugen hier große Blumenkronen auf dem Kopf.

Die Show:

Diese Modenschau war als Event mein absolutes Highlight. Sie war einfach die unterhaltsamste. Die Musik war die perfekte Untermalung der eindrucksvollen Choreografie. Bei keiner Show wurden so viele Facetten gezeigt. Vom zauberhaften Dirndl zur lässigen Business Garderobe. Und pssst: Hier lief so ziemlich das gesamte GNTM Finalteam aus der aktuellen Staffel!

thomas hanisch modenschau 2016 sommer

Anja Gockel

Die Designerin:

Anja Gockel ist wohl das bekannteste Label, das ich mir vor Ort ansehen durfte. Ihre Entwürfe sind international anerkannt und zeichnen sich durch ihre Fröhlichkeit und ihre Farbgebung aus. Zu Gockels Kunden gehören unter Anderem Königin Silvia von Schweden.

Die Kollektion:

Neben femininen Schnitten und kreativen Mustern überraschte die Designerin diese Saison mit „politischen“ Statements. Viele Models trugen Flaggen, die als Cape, Gürtel oder Armreif in ihr Outfit eingearbeitet waren. Nicht nur ein Symbol, sondern definitiv ein Statement – wenn auch ein bisschen zu plakativ. Mir hätten die wunderschönen Kleider ohne dieses Element jedenfalls besser gefallen. Ein Zeichen kann man auch weniger offensichtlich setzen!

Die Show:

Eine coole, kreative Show mit sehr überzeugenden Models.

isabel vollrath modenschau 2016 sommer

I’VR Isabel Vollrath

Die Designerin:

Die Entwürfe von Isabel Vollrath (kurz: I’VR) sind oft avantgardistisch und etwas provokativ, trotzdem lassen sie sich in keine Schublade einordnen. Ein bisschen Ballett, ein bisschen Theater, ein bisschen Historie.

Die Kollektion:

Die außergewöhnlichste und märchenhafteste Kollektion, die ich dieses Jahr gesehen habe. Die Models trugen traumhafte Roben und jeweils einen Ballettschuh auf ihrem Kopf. Rosen, Applikationen und großzügige Tüllbahnen machten die Kleidungsstücke zu echten Hinguckern. Neben zarten Nude-Tönen war knalliges Orange in den Entwürfen vorherrschend. Diese Kleidungsstücke haben mich definitiv am Meisten beeindruckt.

Die Show:

Musik, Setting und Choreografie waren eher monoton – wahrscheinlich um nicht von den kreativen Kreationen abzulenken. Elfengleich schwebten die blass geschminkten Mädchen über den Catwalk des Collector Rooms.


Mein Favourit:

Am Besten gefallen hat mir die Show vom Sportalm. Sie war nicht nur am längsten, sie war sehr interessant choreografiert und dadurch total unterhaltsam. Auch die verschiedenen Facetten des Labels haben mich sehr beeindruckt. Was die Mode angeht, haben mir die Kleider von Isabel Vollrath am Besten gefallen. So zauberhaft!


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