Outfit – Hellblaues Stretchkleid / Mein ungewöhnlicher Name und ich

Fee als Vorname Ungewöhnliche deutsche Mädchennamen Erfahrungsbericht

„Kannst du das vielleicht buchstabieren? F-E-E? Ach, wie die Fee?“. Täglich grüßt das Murmeltier. Wer nicht Laura, Lena oder Lisa heißt, kennt es auch: Die hochgezogenen Augenbrauen, das doppelte Nachfragen, die immer gleichen Witze. Wir finden im Souvenirshop keine Tasse mit unserem Namen und man hat es nicht immer leicht. Aber ist es wirklich so furchtbar, einen ungewöhnlichen Namen zu haben? Wird man nicht ständig damit verarscht?

Mein ungewöhnlicher Name und ich

Ich heiße Fee Schönwald – ich weiß also, wovon ich spreche. Mein Vorname ist kein Spitzname, keine Kurzform und kein Künstlername. Er steht in meinem Pass und ich heiße wirklich so – allerdings habe ich noch einen Zweitnamen. Nina. Doch ich verwende ihn nicht, ich fühle mich nicht angesprochen, wenn jemand „Nina“ sagt. Ich bin Fee, einfach nur Fee und das schon seit ich 15 wurde. Ich kam in die Oberstufe und begann, mich nur noch mit meinem ersten Namen vorzustellen. Mir gefiel es einen kurzen Namen zu haben, der simpel ist und doch speziell. Ich identifiziere mich mit ihm. Ich heiße gerne Fee.

Fee als Vorname

Es ist ein seltener Vorname, ich habe bis jetzt nur wenige Namensvetterinnen in Deutschland kennengelernt. „Fee“ ist ein positiv besetztes Wort – wir alle kennen das hilfsbereite elfengleiche Fabelwesen, das Wünsche erfüllt. Manche zweifeln jedoch daran, dass man mit so einem Namen als Erwachsene ernst genommen wird. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Respekt, den andere uns gegenüber aufbringen, nichts mit unserem Aussehen, unserer Körpergröße und erst recht nichts mit unserem Vornamen zu tun hat. Er hängt davon ab, wie wir selbst auftreten und wie wir diesen Respekt einfordern.

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Die lustigsten Reaktionen auf meinen Namen

Wie lebt es sich also als Fee? An dieser Stelle muss ich einige Vorurteile bestreiten. Ich wurde mit diesem Namen niemals in der Schule aufgezogen oder habe mich deswegen unwohl gefühlt. Stattdessen bekomme ich, seit ich denken kann, Komplimente für meinen Namen. Egal wo – beim Arzt, in der Uni, beim Feiern, fast jedes Mal, wenn ich mich vorstelle. Fee zu heißen ist wirklich ein dankbarer Eisbrecher für das erstes Gespräch. Und wie bei jedem ausgefallenen Namen, gibt es doch so einige Sprüche, die ich inzwischen schon (zu) oft gehört habe.

  • „Und wie heißt du wirklich?“ – Viele sind zunächst ungläubig und wollen mir meinen Vornamen nicht glauben. Meistens wird er für einen Spitznamen gehalten. Ich musste wirklich das ein oder andere Mal meinen Personalausweis herausholen, weil man mir partout nicht glauben wollte, dass ich ganz offiziell Fee Schönwald heiße.
  • „Kannst du fliegen? / Habe ich einen Wunsch frei? / Oh, Prinzessin Lillifee! „ – Ich will euch ja nichts vor machen, ab und zu fällt ja doch ein dummer Spruch. Zum Glück kommt es nur selten vor und obwohl ich die meisten Sprüche natürlich inzwischen nicht mehr lustig finde, stören sie mich auch nicht wirklich. Mit der Zeit hat man für jeden Kommentar eine passende sarkastische Antwort parat und weiß sich gut zu wehren!
  • „Ohje, wie heißen deine Geschwister?“ Eine meiner Lieblingsreaktionen. Nein, mein Bruder heißt nicht „Troll“ und meine Schwester „Elfe“. Meine Eltern haben mich nicht Fee genannt um krampfhaft individuell zu sein, ihnen hat der Name einfach gefallen. Mein größerer Bruder hat einen völlig „normalen“ und wie ich finde ebenfalls sehr schönen Vornamen.
  • Möchtest du unsere Glücksfee sein? Kein dummer Spruch, aber eine schöne Kindheitserinnerung – wenn es früher in der Schule etwas zu auszulosen gab, durfte ich immer wegen meinem Namen die „Glücksfee“ sein. Das fand ich immer total toll!

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Wie meine Freunde mit meinem Namen umgehen

Einen Vorteil hat mein Vorname – er ist so kurz und speziell, dass sich weitere Kosenamen erübrigen. Meine Freunde haben mich eigentlich so gut wie immer einfach nur Fee genannt. Das kam mir sehr entgegen, da ich die meisten Spitznamen generell eher peinlich finde. In der Schulzeit haben mich meine Mädels mal „Feechen“ genannt, das war es aber auch schon.

Außerdem muss man zu diesem Namen noch sagen, dass er für die meisten nur am Anfang ungewohnt ist. Von Leuten, die mich schon länger kennen, höre ich oft, dass sie meinen Namen inzwischen als ganz normalen Vornamen verinnerlicht haben und die Assoziation mit dem Fabelwesen rasch verblasst.

Seinem Kind einen ungewöhnlichen Namen geben – ja oder nein?

Klar – Ich kann euch viel erzählen, wie einfach ich es mit meinem Vornamen hatte. Doch natürlich gibt es auch nicht wenige Menschen, die mit einem weniger ausgefallenen Namen ihre Probleme hatten. Und ich denke letztendlich müssen Eltern selbst entscheiden, welchen Namen sie ihrem Kind auf den Weg geben wollen.

Mit diesem ganzen Post möchte ich jedenfalls nicht dazu apellieren, seinem Kind einen möglichst ausgefallenen Namen zu geben. Ich würde meine Kinder beispielsweise gewiss nicht Khaleesi / Lillifee / Rihanna“ nennen, weil das nicht mein Geschmack ist. Es kommt ja auch sehr darauf an, in welchem Land man lebt – Fee ist hier ein einfacher Name, im englischsprachigen Ausland kann es so gut wie niemand aussprechen und wird meistens zu „Fay“ umgedichtet. Genau so wie der Name „Cindy“ hier anders assoziiert wird als in Amerika. Ihr wisst, worauf ich hinaus will! In meiner Liste von favorisierten Namen gibt es genau so viele klassische wie ausgefallene – ich will hiermit nämlich ganz bestimmt nicht sagen, dass mein Name besser als ein klassischer ist. Trotzalledem ist es nur ein Name – es liegt an dem Menschen, ihn mit Charakter und Leben zu versehen.

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Sommer Outfit: Das hellblaue Stretchkleid

Zum Ende dieser Kolumne kommen wir aber natürlich noch kurz zu meinem Outfit. Ich trage ein hellblaues Stretchkleid, das wirklich seit Ewigkeiten in meinem Schrank hängt. Ich rede hier von fast zehn Jahren! Wie ihr wisst, bin ich nicht der Typ für viele Farben. Durch meine roten Haare bin ich da auch einfach ein bisschen eingeschränkt. Doch dieses sanfte Hellblau, das liebe ich zu meinem Typ. Für den modernen Touch kombiniere ich dazu meine liebste Lederjacke, weiße Sneaker und meine Chloé Drew Lookalike Tasche.

Ich würde mich darüber freuen, wenn ihr mir mitteilt, wie euch diese Kombination aus Kolumne und Outfitpost gefällt!

Kleid: Vintage (ähnlich hier)
Lederjacke: Zara (ähnlich hier)
Handtasche: New Look (ähnlich hier)
Sneaker: H&M (ähnlich hier)
Sonnenbrille: Monki (ähnlich hier)

(Werbung – Dieser Post enthält Werbelinks, durch die ich beim Kauf beteiligt werde und enthält Produktnennungen. Es handelt sich um keine bezahlte Kooperation und alle Produkte wurden von mir selbst gekauft.)

11 Comments

  • Das Hellblau sieht wirklich fabelhaft aus zu deinem Hauttyp und deinen Haaren! Übrigens finde ich deinen Namen wunderschön, schon seit ich zum ersten Mal über deinen Blog gestolpert bin. :) Gerade die Kombination mit deinem Nachnamen finde ich echt toll, aber nicht „übertrieben“.
    Und mit ungewöhnlichen Vornamen erzählst du mir nichts Neues… (darf ich die Post-Idee bei Gelegenheit mal klauen? Verlinke dich natürlich!)
    Liebe Grüße Rona

    PS: Die Kombination aus Kolumne und Outfit finde ich Super!

  • Oh, ich muss gestehen, ich Reihe mich dann bei denen ein, die dachten, Fee sei ein spitzname. I’m Sorry! Ich kannte Fee vorher aber auch nur als Kürzel für zum Beispiel Felicitas. Aber selbst da hat mir der Name schon gefallen. Da hast du wirklich Glück gehabt. :)
    Liebe Grüße, Jessica | http://www.vintageherz.com

  • Kommt mir bekannt vor- Lisa?Alisia?Alica?… Trotzdem bin ich mehr als nur froh keinen standartnamen zu haben und würde ehrlich gesagt auch meinem Kind nie einen geben. klar darf es nicht zu freaky werden und besonders englische Vornamen in Kombination mit deutschen Nachnamen finde ich ganz fürchterlich.

  • Ich finde deinen Namen wunderschön. Man kann ihn nicht blöd abkürzen und er passt auch total zu dir. Mein Sohn heißt Nelson – und das schon seit fast 25 Jahren. Ein Name, der in Deutschland zumindest auch eher ungewöhnlich ist. Ich wollte immer einen cosmopolitischen Namen, den man wenig „verstümmeln“ kann und bei dem nicht 10 Kinder im Kindergarten gelaufen kommen, wenn man ihn ruft.. Im spanischen und nordischen Raum sprechen die Leute das „O“ richtig aus, eigentlich wird er von mir Englisch ausgesprochen, aber das ist ja nur eine Kleinigkeit, der Name funktioniert auf der ganzen Welt. Und er gefällt mir immer noch – und meinem Sohn auch. Du kannst dich über „FEE“ auch freuen, wunderhübsch! Dein Outfit in den zarten Farben steht dir sehr gut!

  • Ich find den Namen wunderschön, dachte allerdings auch zuerst, es sei ein Spitzname :) ich kann bei sowas nicht mitreden, da ich mit „Julia“ einen sehr 0815 Namen hab (mit dem ich allerdings trotzdem recht glücklich bin). Und das Outfit ist toll. Es passt wunderbar zu deinen roten Haaren und hat was Stylisches, aber gleichzeitig Sensibles… Super Blogpost :)

  • Gegen ausgefallene Namen spricht doch gar nichts. ich finde es schön, wenn nicht alle gleich heißen und man den 500sten mit dem gleichen Namen im Freundeskreis hat. :) Kann mir aber auch vorstellen, dass das oft zu komischen oder lustigen Situationen führt.. Scheinst du doch aber alles locker zu nehmen, von daher top. :)
    Liebe Grüße
    Sarah

  • Hey! Ich finde die kombination von outfit und kolumne sehr gelungen, besonders wenn beides so toll geworden ist. Dein outfits steht die wirklich extrem gut! Genauso wie dein Name, ich kenne auch jemanden der Fee heißt und ein mädchen mit dem namen delfine. Beides finde auch ich nach der zeit überhaupt nicht mehr ungewöhnlich – man kann sich eben an alles gewöhnen..
    Lg

  • Ich muss sagen, ich finde deinen Namen toll. Ausgefallen und besonders. Die meisten ausgefallenen Namen sind dann schon wieder so seltsam, dass sie nur wenigen Menschen gefallen.
    Auch mein Name ist eher selten in Deutschland zu finden, denn Saskia ist ein Holländischer Name ;) Trotzdem kenne ich einige wenige Namensvetter.
    Hab einen wundervollen Sonntag <3
    Liebste Grüße,
    Sassi

  • Ich hab mir überlegt, ob du wohl aus Schönwald kommst… das ist nämlich hier ein kleines Dorf im Schwarzwald. Aber du heißt so zum Nachnamen, wenn ich das richtig verstanden habe?
    Fee find ich schon richtig schön. Würde ich noch ein Kind bekommen, dann stünde „Fee“ bestimmt auf der Liste Mit Lieblingsnamen…

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