Samtkleid + Pailetten Bucket Bag / Über die Entbehrlichkeit von Outfitposts

Modeblog Oldenburg Samtkleid weiße Bluse Pailetten Bucket Handtasche

Outfitposts sind tot, lang leben die Outfitposts!

Was als Kernstück aller Fashionblogs begann, ist in Zeiten von Instagram und Snapchat so gut wie obsolet. Ich kann mich kaum daran erinnern, als ich das letzte Mal auf einen Blog gegangen bin und voller Leidenschaft einen reinen Outfitpost verschlungen habe. Ihr etwa? Was generiert er auch schon für einen Mehrwert? Ein Outfit, das mich inspiriert, braucht dazu keine 20 Bilder, die kunstvoll in einer Collage zusammengefügt sind. Es reicht auch eines. Affiliate Links finde ich inzwischen sogar auf Pinterest, nachshoppen kann ich es also überall. Selbst mir reicht es inzwischen, Outfits auf Pinterest oder vor allem auf Instagram zu sehen. Ab und zu mache ich einen Screenshot, bekomme eine Idee oder vergesse es auch wieder.
Und ich blogge schon seit ich denken kann, wie denken da erst die klassischen Blogleser?

Liest noch jemand Blogs?

Es gibt sie noch, so viel ist sicher. Menschen, die Posts anklicken, lesen und sogar nettes Feedback da lassen. Vielleicht liegt es auch nur an meinen Outfits – was ich nicht hoffe – aber ich bekomme wesentlich mehr Feedback bei anderen Posts. Meine Kolumnen kommen super bei euch an, auch meine DIY / Food oder Beauty Posts werden auch Monate nach Veröffentlichung gelesen, kommentiert und geteilt. Meine Outfitposts sind nicht solche Dauerbrenner. Im Sommer sind die Outfits aus dem Winter irrelevant und nächsten Winter interessiert sich schon niemand mehr für die Looks aus dem Jahr zuvor.

Warum mache ich also immer noch Outfitposts?

Wenn wir also davon ausgehen, dass dieser Trend nicht nur auf meinen Blog zutrifft, stellt sich eine wichtige Frage. Warum wollen sich die Blogs nicht von ihren geliebten Outfitposts trennen? Ich werde es auch nicht tun. Mode macht Spaß, Fotos machen Spaß. Selbst wenn man (wie ich auf diesen Bildern) die unbequemsten Schuhe der Welt trägt und es jeden Tag kälter wird. Und Outfits sind auf einer anderen Ebene erfolgreich – mögen sie auf dem Blog in der Regel nicht so eine große Feedbackwelle auslösen, so sind sie doch leicht erstellbarer visueller Content, der sich viral verbreiten kann. Siehe Pinterest und Instagram. Aber Achtung, hier spricht man meistens nur von den Bildern – nicht dem Text. Denn wer interessiert sich schon dafür, warum ihr dies oder jenes kombiniert habt und warum diese Tasche euer absoluter Favorit ist? Natürlich gibt es Ausnahmen – wie Outfits zu bestimmten Anlässen oder schwierig zu kombinierende Kleidungsstücke. Doch selbst hier geht der Trend dahin, mal eben den Instagram Feed unserer liebsten Blogger durchzuscrollen und nicht ihre Websites.

Die Konsequenz

Wir müssen uns wohl keine Sorgen um den Fortbestand der Outfitposts machen. Doch vielleicht werden sie zukünftig öfter mit Mehrwert gespickt werden. Viele Modeblogs meistern dieses Prinzip schon jetzt. Verena von Whoismocca zeigt beispielsweise in ihren Outfitposts ausführlich, wie man bestimmte Trendteile kombiniert und erschafft ganze Lookbooks. Ähnlich wie in Modezeitschriften. Tatjana von Pastellrose erzählt zu ihren Outfits von persönlichen Erfahrungen und teilt Tipps, die viele interessieren (z.B. zum Erfolg auf Instagram). Auch ich versuche meine Outfitposts mit mehr Inhalt zu füllen, so wie auch diesen Post. Kolumnen, Anekdoten, Tipps… die Überleitung ist nicht immer einfach. Aber ich möchte Inhalte erstellen, die ich auch selbst gern lesen würde. Inhalte, die mehr bieten können als ein kurzlebiges Instagram Foto.

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Samtkleid + Pailetten Bucket Bag

Um die Ironie dieses Outfitposts perfekt zu machen, erzähle ich euch noch etwas vollkommen Banales über die Kleidung auf diesen Bildern. Ich trage wie ihr sehen könnt ein ganz fabelhaftes grau-bläuliches Samtkleid mit Schleifen an den Schultern. Es lässt sich vielseitig kombinieren und so weiter und so fort. Ein weiterer Hingucker ist meine alte Paillettentasche – ich war mir wirklich nicht sicher, ob ich sie je wieder tragen würde! Zufällig fiel sie mir in die Hände und der Rest ist Geschichte: Ein weiteres Mädchen hat es geschafft, sich was anständiges anzuziehen. Tadaaa!


Blusenkleid: Gina Tricot
Samtkleid: H&M
Pailettentasche: Primark
High Heels: Secondhand
Ring: Pandora


Spaß beseite: Verrenne ich mich da in eine Idee oder seid ihr meiner Meinung?

Welche Art von Blogposts lest ihr wirklich gerne? Lasst es mich wissen!

5 Comments

  • Ich mag auch keine reinen Outfitposts. Am liebsten lese und schreibe ich Gedanken und Geschichten, die eben unterlegt von schönen Bildern sind, bei denen am Ende eben noch zufällig steht wo man die Teile her hat. Aber ein stumpfer „hier kombiniere ich diese Hose mit diesem Shirt“ Beitrag? Langweilig.

  • Hallo, Süße!
    Ich finde das Thema sehr interessant. Ich weiß eigentlich genau was du meinst, man scrollt sich meistens durch die Bilder bei den typischen outfit posts. Ich muss auch gestehen, dass ich selten den post lese, denn wieso, und wie und weshalb man etwas kombiniert hat, wie so manche es ausführlich beschreiben, mega langweilig finde.
    Allerdings finde ich outfits post immer noch sehr wichtig!
    ich bin schon immer der Meinung gewesen, dass Bekleidung eine Geschichte erzählen soll! Deswegen habe ich schon immer, seit ich meinen Blog habe, meinen outfits post mit Sachen wie filme oder Musik im Verbindung gebracht.
    Den post dazu kannst du im link nachlesen.
    LG
    Kostantina
    https://evasgirlblog.blogspot.de/2017/05/es-war-einmal-wie-ich-meine-outfits-ins.html

  • Reine Outfitsposts sind irgendwie immer schwierig, denn wie schon sagst, sie bieten keinen Mehrwert. Wenn ich nur das Outfit sehen will gehe ich auf Pinterest oder Instagram.
    Allerdings kommen Trendreports oder Kombinationsmöglichkeiten schon immer gut an. natürlich bleiben die nie solange „im Trend“ wie Beautyposts oder ähnliches, aber sie haben einen Mehrwert und werden oft Mals Viral :)
    Hab einen wundervollen Tag <3
    Liebste Grüße,
    Sassi

  • Danke für die liebe Erwähnung! Ich stimme dir bei deinem Beitrag auch zu. Viele schauen sich zwar wahrscheinlich eh nur die Fotos an und möchten Details haben, wo es den Look zu kaufen gibt. Dennoch gibt es auch jede Menge interessierte, die mehr über aktuelle Trends erfahren möchten und diese kann man mit einem gut verpackten Trendreport als Leser behalten. Ich finde ein guter Mix macht die Musik. Bei jedem Look passt kein Trendreport rein und wenn man ähnliche Outfits zeigt, kann man immer wieder auf vergangene Berichte verlinken. Außerdem finde ich, dass es in einem Outfitpost auch wirklich um das Outfit gehen soll. Für Kolumnen und Co. kann man passendere Bilder erstellen und das Thema aufarbeiten.

    Freue mich auf deine neuen Posts!

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

  • Also die allermeisten Outfit-Post-Schreiber haben sich ja schon den Umständen angepasst und schreiben fast immer eine Story dazu, damit man auch etwas interessantes zum lesen zu den schönen Bildern hat. :) Ich lese diese Outfit-Posts mit persönlichen Gedanken sehr gern beim einschlafen im Bett. :) Außerdem hole ich mir sehr gern Anregungen zu schicken Outfits bei solchen Posts. Nach so einer palliettentasche wie deiner zum Beispiel werde ich jetzt mal Ausschau halten. Mir ist nämlich aufgefallen wie toll die zu meinen neuen Armbändern von Nomination passen würde. :) In diesem Sinne freue ich mich schon auf dein nächstes inspirierendes Outfit. :)

    Linda

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